Zelten am Colasee – ein Sommerabenteuer voller Mut, Gemeinschaft und besonderer Momente

Endlich wieder Zelten mit der Seewiesgruppe! Auch in diesem Jahr haben wir lange darauf hin gefiebert: Wird das Wetter mitspielen? Werden alle Kinder dabei sein können? Wird alles so klappen, wie wir es geplant haben?

Umso größer war die Freude, dass diesmal tatsächlich alle 18 Kinder unserer Gruppe mit dabei waren. Besonders schön war, dass auch vier unserer jüngsten Kinder – gerade einmal drei Jahre alt – den Mut hatten, dieses Abenteuer mitzumachen. Für manche war es das erste Mal, eine Nacht ohne Eltern zu verbringen, in einem Zelt zu schlafen und all die vielen neuen Eindrücke eines solchen Tages zu erleben.

Während einige fleißige Helferinnen und Helfer gemeinsam mit Roland die großen Alexzelte aufbauten, machten sich die Kinder mit Katrin und Katharina auf den Weg zum See. Der Colasee empfing uns mit warmem Wasser, einer idyllischen Umgebung und genau der richtigen Mischung aus Sonne, Wolken und Sommerwind.

Der See gehörte an diesem Tag fast uns allein. Die Kinder konnten ausgiebig baden, planschen, spielen und den großen Steg erkunden. Besonders schön war zu beobachten, wie sich die Gruppe immer mehr zusammenfand. Beim gemeinsamen Spiel wurde aus vielen einzelnen Kindern eine Gemeinschaft – ein echtes Wir-Gefühl entstand.

Nach einer ausgiebigen Badezeit ging es hinauf zum Zeltplatz. Dort wartete ein großer Topf Nudeln mit Tomatensoße auf hungrige Bäuche. Beim Essen war die Aufregung deutlich spürbar: Wann werden endlich die Zelte verteilt? Wer schläft mit wem im Zelt? Die Vorfreude auf die Nacht im Zelt war riesig.

Die Zeltaufteilung ist jedes Jahr ein besonderer Moment. Die Kinder dürfen ihre Wünsche äußern und gemeinsam wird geschaut, welche Lösung für alle gut passt. Am Ende lagen sich alle glücklich in den Armen – zufrieden mit ihren Schlafplätzen und gespannt auf das, was noch kommen würde. Denn zu wissen, wo man schläft und wer neben einem liegt, schafft Sicherheit. Und Sicherheit schafft Entspannung.

Nach einer zweiten Runde am See mit Obst, Kuchen und vielen Spielen ging es weiter mit Baden, Schwimmen und Springen vom Steg. Dabei zeigten die Kinder beeindruckenden Mut. Manche sprangen sofort ins dunkle Wasser, andere brauchten etwas länger und wurden von Freunden ermutigt. Besonders schön war zu sehen, wie die Kinder sich gegenseitig unterstützten und füreinander da waren.

Natürlich gab es auch kleine Abenteuer am Rande: Ein Bienenstich sorgte kurz für Aufregung, wurde aber schnell gekühlt und versorgt. Die Anteilnahme der anderen Kinder war groß – alle wollten helfen und trugen dazu bei, dass sich der kleine Schmerz schnell wieder in ein Lächeln verwandelte.

Am frühen Abend verabschiedeten wir uns vom See und machten uns auf den Weg zurück zum Zeltplatz. Dort wartete der nächste Höhepunkt: Würstchen vom Grill, Lagerfeuer, Musik und gemeinsame Zeit. Rund um das Feuer entstand diese besondere Stimmung, die nur beim Zelten entsteht. Die Kinder tanzten, lachten und genossen den Abend unter freiem Himmel.

Als es dunkel wurde, begann unsere Nachtwanderung. Mit Fackeln zogen wir durch die warme Sommernacht. Der Blick über den See, die Mondsichel zwischen den Wolken, die Geräusche der Natur und die vielen leuchtenden Kinderaugen machten diesen Moment ganz besonders. Es war eine dieser Situationen, in denen alle spüren: Genau dafür sind wir hier.

Zurück am Lagerfeuer kehrte langsam Ruhe ein. Die jüngeren Kinder schliefen nach und nach ein, während die älteren noch ein wenig länger am Feuer sitzen durften. Geschichten wurden erzählt, Erinnerungen geteilt und die letzten Kräfte des Tages aufgebraucht.

Nach einer kurzen Nacht begann der nächste Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück am Feuerplatz. Müde, aber glücklich, wurden Schlafsäcke eingerollt, Taschen gesucht, Zelte aufgeräumt und die letzten Spuren unseres Abenteuers beseitigt.

Als die Eltern kamen, wurden die Kinder mit strahlenden Gesichtern begrüßt. Und kurz darauf war der Platz wieder leer – fast so, als wären wir nie da gewesen. Zurück blieb nur die Erinnerung an eine besondere gemeinsame Zeit.

Wir sind sehr dankbar, dass wir dieses Erlebnis mit den Kindern teilen dürfen. Ein solches Zelten ist viel mehr als eine Übernachtung im Freien: Es bedeutet Gemeinschaft erleben, über sich hinauswachsen, Verantwortung übernehmen, Freundschaften stärken und gemeinsam etwas Besonderes schaffen.

Unser Dank gilt allen Eltern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung – ohne diese Hilfe wäre dieses Abenteuer nicht möglich.

Wir freuen uns schon auf das nächste Zelten mit unserer Seewiesgruppe!

Herzliche Grüße,


Roland, Katrin und Katharina